Some lessons to learn

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2. Juni 2009 | 17:38 Uhr

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Letztes Jahr noch schauten die Parteistrategen sehnsüchtig Richtung Westen auf den spektakulären Online-Wahlkampf von Barack Obama. Man wollte es dem großen Benchmark gleich tun, viel wurde damals angekündigt und versprochen – das Internet sollte auch für die Bundestagswahlen eine Schlüsselrolle spielen, ein bisschen Grassroot wollte man auch Freiburg und Stralsund versuchen. Ein aktueller Blick zeigt auf der SPD-Seite ein ganzseitiges Testimonial von Roland Kaiser, bei der CDU reklamiert Merkel die Opelrettung für sich, und die Grünen überfrachten ihre poppige Seite mit soviel Mitmachangeboten, dass die meisten User komplett verwirrt sein dürften.

Thomas Gensemer, Managing Partner bei Blue State Digital, ist für den inzwischen legendären Webauftritt von Barack Obama verantwortlich und betreut nun auch das Nachfolgeprojekt der Demokratischen Partei „Organizing for America“. Der Erfinder der Grassroot-Software Partybuilder übt sich in Bescheidenheit, was seinen Anteil am Wahlerfolg Obamas betrifft, hat aber eine Reihe steiler Thesen, die sich deutsche Parteifunktionäre zu Herzen nehmen sollten:

Lektion 1: E-Mailings – die nach wir vor wichtigste Element einer Online-Kampagne. Stellen Sie sich einfach vor, Sie haben 100 Parteianhänger um sich versammelt. Was würden Sie ihnen erzählen wollen? Schreiben Sie es genau so in eine E-Mail – wenn Sie etwas zu sagen haben…

Lektion 2: Die Einstiegshürde für potenzielle Unterstützer muss so niedrig wie möglich liegen. Eine E-Mail-Adresse hinterlassen, muss im ersten Schritt reichen.

Lektion 3: Halte die Leute bei der Stange – auch wenn gerade kein Wahlkampf ist, müssen die Leute informiert und umworben werden.

Lektion 4: Frag deine Unterstützer, was sie vom Wahlprogramm hält, von aktuellen Entscheidungen, was sie bewegt.

Lektion 5: Video, Video, Video. Vor fünf Jahren gab es noch kein Youtube und heute sind Videoclips oder Videobotschaften die attraktivsten Webformate.

Lektion 6-10: Überlege dir, wie du deine Unterstützer dazu bekommst, weitere Unterstützer zu rekrutieren!

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Online Campaigning in den USA

Henrik Flor bloggt für politik.de aus New York und Washington zum Thema Online Campaigning.

Henrik Flor ist Politikwissenschaftler und arbeitet als Online-Redakteur für die Berliner Agentur Literaturtest. Auf www.politik.de und www.politik-digital.de meldet er sich regelmäßig zum Thema Politik im Internet zu Wort und initiierte mit den Netzdemokraten das Projekt www.wechsel-waehler.de. Im Mai und Juni diesen Jahres ist er in New York und Washington unterwegs, um dort Online-Aktivisten, Parteistrategen, Digital Natives, Blogger, Konzepter und Programmierer zu treffen.

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  • Alexander Dill: Da ich die Studie von Dr. Solte bereits 2006 sehen konnte, bevor er sie vergeblich Peer Steinbrück...
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  • frankenfeld: Das ist echt zum Schlapplachen… Ist doch klar, dass ein Wahlkampf mit Inhalt gefüllt wird, und...

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