Mit ‘Social Networking’ getaggte Artikel

re:publica 2010! Die Messe zur Netzwelt – Blogschau

Donnerstag, 15. April 2010

re-publica 2010

re-publica 2010

Vom 14. – 16. April findet wieder die re:publica in Berlin statt. Die Messe zur Lage der digitalen Welt bietet mehr als 160 Stunden Programm mit über 150 Vorträgen, Panels und Workshops mit Redner/innen aus der ganzen Welt.  Das Programm ist hier zu finden. Von 10:00 – 16:00 Uhr finden die Vorträge und Diskussionen im Großen Saal der Kalkscheune statt und von 16:00 – 18:00 Uhr im Friedrichstadtpalast. Hier der Medienspiegel des ersten Tages.

Prof. Dr. Peter Kruse hat in der Session “What`s Next” einen Vortrag über das Thema: “Wie die Netzwerke Wirtschaft und Gesellschaft revolutionieren” gehalten. Der Honorarprofessor für Allgemeine und Organisationspsychologie an der Universität Bremen betreibt Forschungen zur Komplexitätsverarbeitung in intelligenten Netzwerken. Prof. Kruse entwickelt computergestützte Werkzeuge zur Nutzung kollektiver Intelligenz in Wirtschaft und Gesellschaft. Netzpolitik hat hierzu eine, von Ulrike Reinhard aufgezeichnete, Video-Dokumentation bereitgestellt.

Spreeblick geht auf den Vortrag von Jeff Jarvis ein. Dieser meint, die Deutschen sorgen sich um ihre Privatsphäre, Google und Facebook sind „unter ständigem Beschuss“ – aber in gemischten Saunen alle Hüllen fallen zu lassen ist für sie völlig normal. Jeff Jarvis nennt es das „das deutsche Paradox„. Aber, so sagte er in seinem Vortrag auf der re:publica: „Es geht nicht um Privatsphäre. Es geht um Kontrolle!“ Wir bräuchten Kontrolle über unsere Daten, weil wir unsere Identitäten – als Freunde, Angestellte, Vorgesetzte – kontrollieren wollen. Das Publikum, das keines mehr gewesen sei, solle wieder in seine frühere Rolle zurückgedrängt werden; dagegen gelte es sich zu wehren: „Ihr seid Schöpfer!“, rief Jarvis der re:publica-Gemeinde zu und forderte sie auf, für ein offenes Internet zu kämpfen.

Sichelputzer sieht die re:publica 2010 als einen Ort der Aufmerksamkeit für eingefleischte Netzaktivisten, die den Alltag zwischen Wirtschaft, Kultur, Politik, Digitaler Bohéme und Leben in Social Media meistern. Wir verstehen vieles neu und adaptieren immer öfters Social Media in unseren Alltag und vermischen unser Leben mit der Netzkultur. Auch die Medien haben diese Relevanz erkannt, dabei vielleicht nicht immer verstanden, aber sie sind sich bewusst darüber, dass das soziale Web ein Teil ihrer Zukunft ist. Nicht ohne Grund konnte sich die „Bloggerkonferenz“ von einem Szenetreffen zu einem Kongress von internationaler Tragweite mausern.

Bild: flickr.com (s3bsg)

Was Kopfhörer und Social Networking gemeinsam haben

Samstag, 17. Mai 2008

129547393_e4dadde8151.jpg

Die Kanzlerin macht eine Reise durch Lateinamerika. Und was kommt dabei rum? Ein schimpfender Chavez, an dem sich sogleich entblödete Diskussionen entzünden, ob seine Hitleranalogie nicht doch “historisch korrekt” sei. Von Merkels Reise gäbe es bestimmt Interessanteres zu berichten, aber was halten Journalisten, die sie begleiten, schon für interessant? Genau, Angies Kopfhörer-Style. Warum probiert sie eigentlich nicht Kopfhörer mit Ohrstöpseln, dann wären ihre Frisur und wir vor so manch langweiligem Artikel gerettet.

Da schüttelt so manch gramgebeugter Blogger den Kopf und zieht sich erstmal desillusioniert in sein Schneckenhaus zurück – nicht ohne vorher allen mutigen Mitstreiterlein zu danken, die den Weg tapfer alleine weitergeht.
Andere surfen vielleicht lieber eine Runde mehr in den social networks und testen Möglichkeiten, die Unmengen an Passwörtern der verschiedenen Anbieter in einem Netzwerk zusammenzubringen. Selbst Bicyclemark, sonst stets nur an Umwelt- und Politikthemen interessiert, steuert ein Video zur korrekten Facebook-Verwendung bei. Schockierend!
Ich möchte ja gar nicht so genau wissen, was meine Freunde die ganze Zeit machen. Habe dennoch meine Profile, klar. Aber wenn social networking in Zukunft auch noch mit dem Handy und integriertem GPS-System verbunden wird, kann man sich wohl nicht mehr verstecken. Nee, da werd ich dann nicht mehr mitmachen, sondern die virtuellen Kopfhörer aufsetzen. Umgedreht, wie Angela.

Bild: flickr.com (HamburgerJung)