Mit ‘Merkel’ getaggte Artikel

Welches (Präsidenten)Schweinerl hätten’s denn gern? FORENSCHAU

Mittwoch, 09. Juni 2010

Diese Forenschau steht ganz im Zeichen der bevorstehenden Wahl unseres/unserer neuen Bundespräsidenten/tin. In unserem Forum wird diese Frage natürlich auch heiß und innig diskutiert. Deswegen heute, hier und jetzt: Unser Spezial: Welches (Präsidenten)Schweinerl hätten’s denn gern?

Wer wird neuer Mieter?

Wer wird neuer Mieter?

Beginnen wir mit Christian Wulff. “Jamaikagruen” wusste es schon vor allen anderen und eröffnete folgenden Beitrag: “Christian Wulff wird der neue Bundespraesident“. User figlio di papaschätzt die Lage dann auch gleich ein:Christian Wulff wird es dann aufgrund der Mehrheitsverhältnisse in der Bundesversammlung wohl werden. Das ist bedauerlich, denn für mich ist dieser Mann kein Bundespräsident. Er ist der kleinste gemeinsame Nenner einer Koalition, die sich nicht mehr viel zu sagen hat, und erregt nicht im Geringsten den Verdacht der Überparteilichkeit. Interessant der Kandidat der Sozialdemokraten und der Grünen, obwohl er keine Chane hat. Denn die haben mit Joachim Gauck nun genau einen Kandidaten nominiert, der die Kriterien eines BP erfüllt, parteilos und somit durchaus geeignet auch überparteilich zu agieren und verdienstvoll um dieses Land. Interessant vor allem auch deshalb, weil SPD und Grüne damit die LiPa in Erklärungsnot bringt, warum sie einen eigenen Kandidaten aufstellen will.” Doch damit nicht genug, CarolusQuinto ergänzt: “Bekommen CDU/CSU/FDP für Wulff keine koalitionsinterne Mehrheit über die Bundesversammlung zusammen (die FDP-Landesverbände von Sachsen und Thüringen wollen wohl mit ihren Abgeordneten Gauck wählen) wird es für Angie und Schwarz-Gelb im Bund insgesamt eng, kommen noch mehr Abweichler von der FDP wird die Koalition nicht mehr zu halten sein. Ich vermute ebenfalls, daß viele CDU-Abgeordnete aus dem Osten ehr Gauck präferieren, noch eine Unsicherheitsvariante.”

Sicher hingegen ist die Nominierung von Joachim Gauck. “jmjarre” findet das sehr gut. “Joachim Gauck ist ein sehr guter Kandidat… Für mich persönlich wäre er mein Favorit. Gauck hat viel getan für die Einheit, mehr als manch andere(r). Er wäre klar und deutlich ein guter Bundespräsident, der vor allem in den neuen Bundesländern einen guten Ruf hat.” Nutzer EuFranksieht das ähnlich: “Ich denke auch, dass Gauck in so gut wie jedem Punkt der bessere Kandidat ist. Wulff stellt eigentlich keine eigenständige Persönlichkeit dar. Er scheint ein relativ auswechselbarer Funktionsträger zu sein. Wulff kämpft für die CDU, aber nicht für das Gemeinwohl der gesamtdeutschen Bevölkerung. Und damit ist gerade er recht ungeeignet für den Job eines Bundespräsidenten.” Gegen Herrn Gauck gab und gibt es in einer hitzig geführten Diskussion natürlich auch Stimmen. utopisch hierzu: “…was macht jemanden zum Bürgerrechtler? Wenn sich jemand in der Endphase eines friedlichen Umsturzes…an dem übrigens auch viele Linke beteiligt waren… plötzlich auf die richtige Seite stellt?” resignierend stellte scepticusfest: “Wäre Helmut Schmidt doch nur ein paar Jahre jünger!” Ach ja….

Zu guter Letzt die Kandidatin der Linkspartei. “WolfgangSeidel” eröffnet: “Bundespräsidentenwahl: Luc Jochimsen soll für die Linke kandidieren. Nutzer kyrios zur Nominierung: “Und da wird schon wieder das Amt des Bundespräsidenten befleckt. Ich dachte schlimmer als CDU/FDP geht es (in dieser Hinsicht) nicht mehr, aber da merkt man mein junges Alter, dass ich mich immer noch ueberraschen lassen kann. 3 Punkte weswegen ich diese Person nicht wählen würde (würde ich eine Stimme haben):

~> Ich kenne sie nicht
~> Sie ist in einer Partei und somit nicht Unabhaengig
~> Ich finde Gauck sympathisch

Ich habe wirklich gehofft, dass diese Partei es schafft irgendetwas zu ändern. Allerdings glaube ich mittlerweile, dass sie genauso sind wie die anderen Parteien und sich immer schlechter den Wähler verkaufen kann.”

Das wird Interessant! Mehr? Auf politik.de!

Bild: flickr.com (azrael74)

Rücktritt: Die Tugend des Amtes BLOGSCHAU zu unserem Dossier

Dienstag, 08. Juni 2010

Am 31. Mai 2010 trat Horst Köhler mit sofortiger Wirkung vom Amt des Bundespräsidenten zurück. Die öffentliche Resonanz reichte von amtsschädigend bis verantwortungslos. Woher rührt diese große Entrüstung und Bestürzung über den Rücktritt Köhlers? Wer folgt nun nach? Unser Dossier “Rücktritt: Die Tugend des Amtes

Wer wird neuer Bundespräsident?

Wer wird neuer Bundespräsident?

Sprengsatz spricht in diesem Zusammenhang vom netten Herrn Wulff. “Jetzt also Christian Wulff. Der nette Herr Wulff, Traum aller Schwiegermütter, soll Bundespräsident werden. Immer freundlich, immer ein gewinnendes Lächeln auf den Lippen, norddeutsch-liberal, die personifizierte Verläßlichkeit, ein guter Taktiker, ein Mechaniker der Macht, eine attraktive First Lady an seiner Seite. Sicher ein ordentlicher Bundespräsident. Aber reicht ordentlich? Christian Wullf ist ein Mann ohne besondere Eigenschaften. Mit ihm verbindet sich kein politisches Projekt, keine Vision, kein Plan, kein intellektueller Wurf trägt seinen Namen. Große Reden – Fehlanzeige. Seinen letzten Wahlkampf hat er frei von Aussagen bestritten. Die Deutschen können also beruhigt sein: von ihm sind keine anstrengenden geistigen Herausforderungen zu erwarten. Reicht das in der Krise? Da wäre von Frau von der Leyen, von Norbert Lammert, erst recht von Wolfgang Schäuble mehr zu erwarten gewesen. Der Kandidat von SPD und Grünen, der ehemalige DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck, offenbart die geistigen Defizite der CDU. Der nette Herr Wulff sieht dagegen alt aus. Gauck hätte auch die CDU geschmückt. Angela Merkel hat mit dieser Operation die letzten Rivalen in der CDU verloren: Ursula von der Leyen wurde einen Kopf kürzer gemacht, Wulff nach oben wegbefördert. Merz weg, Stoiber weg, Koch weg, Jürgen Rüttgers schwer angeschlagen, Ole von Beust amtsmüde. Die Riege der CDU-Männer hinter Merkel besteht jetzt aus Politikern wie Stefan Mappus, David McAllister, Volker Bouffier, Stanislaw Tillich. Keiner kann Merkel gefährlich werden, aber auch keiner wirft Glanz auf die CDU, wenn der Glanz von Angela Merkel weiter verblasst. Jetzt ist die CDU Frau Merkel auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Wenn sie untergeht, geht auch die CDU unter.” Immer diese Schwarzmalerei…

Merkel geht die Düse“, so die Überschrift eines Artikels der Ruhrbarone. “Bundeskanzlerin Angela Merkel wird ihrem Übervater, Helmut Kohl, im Regierungsstil immer ähnlicher: kritische Entscheidungen werden ausgesessen, von Visionen keine Spur und parteiinterne Gegner werden wegbefördert. Nun holt sie zum nächsten Schlag aus: Sie will die Kontrolle über die Bundesversammlung. Merkel will daher ihren Kandidaten durchsetzen und kann in der Bundesversammlung auf 21 Stimmen mehr als die absolute Mehrheit zählen – soweit auf dem Papier. Nimmt man nur das rot-grüne Lager sind es sogar 163 Stimmen mehr, weil die Linke Gauck nicht wählen will. Die Nachfolge-Partei der SED und Auffangbecken von früheren Stasi-Mitgliedern will offenbar späte Rache an einem Mann nehmen, der den tiefen Sumpf der ethisch moralischen Verstrickungen von Parteimitgliedern offen gelegt hat. Hier zeigt sich einmal mehr, dass die frühere SED weiterhin nicht in der Bundesrepublik angekommen ist. Merkel will in der Bundesversammlung aber trotz Vorsprung auf Nummer sicher gehen, denn es könnte ja die “loose cannon” das unmögliche wahrwerden lässt: dass nämlich Wulff duchfällt und Gauck gewählt wird. Die “loose cannons” haben sogar einen Namen: die unabhängigen Delegierten. Seit der Gründung der Republik ist es usus, dass die Bundesversammlung das Spiegelbild der Gesellschaft darstellt. Also nicht nur Berufspolitiker oder Beamte und Juristen, sondern auch Schauspieler, normale Bürger, Studenten, Wirtschaftsführer. Das Problem an dieser Gruppe: Sie werden zwar von den Parteien vorgeschlagen. Doch ob sie auch richtig wählen, das kann niemand überprüfen. Und so kann es razfaz passieren, dass sie den falschen aus Sicht von Merkel wählen. Daher greift Merkel laut “Welt am Sonntag” nun zum äußerten: Wulff soll als erster Bundespräsident nicht mehr von der ganzen Gesellschaft gewählt werden, sondern nur von Claceure gewählt werden, die namen- und charakterlos im Ortsverein Neuss-Norf aktiv sind und parteitreu sind. Merkel will nur Partei-Leute und “sicherer” Wähler an die Wahlurne lassen. Damit wird ein weiterer Tiefpunkt in der politischen Kultur Deutschlands erreicht – und man kann nur hoffen, dass die Geschichte Recht behält: Ein Wechsel im Bundespräsidenten-Amt folgt später immer ein Wechsel im Kanzleramt. Eine geistig moralisch Wende täte gut.”

Wer würde denn eigentlich am Ende wen wählen? CARTA beantwortet diese Frage mit einem kleinen Gedankenspiel. “Gabriel und Trittin dürfen nun hoffen, dass am 30. Juni mehr Konservative und Liberale für Gauck stimmen als Rot-Grüne für Wulff.  Wie bitte? Rot-grün für Wulff? Warum sollten Sozialdemokraten oder Grüne ausgerechnet für Wulff stimmen? Na, zum Beispiel deshalb, weil sich die linken Flügel von SPD und Grünen mit der Wahl Joachim Gaucks einen Präsidenten einhandeln würden, der rot-rot-grüne Annäherungen nicht gerade erleichtern würde. Weil ein Bundespräsident Gauck (was die Abwägung zwischen den Grundwerten Freiheit und Gleichheit angeht) für Rote und Grüne mindestens so unbequem wäre wie für Schwarze und Gelbe. Weil Joachim Gauck geistig-moralisch fordernder anstrengender wäre als Wulff. Weil mit Gauck und Merkel schon zwei pastoral geprägte ostdeutsche Protestanten an der Spitze des Staates stehen würden – was nicht jeder katholische Bayer oder Rheinländer gutheißen würde (zumal auch die letzten drei Bundespräsidenten – Herzog, Rau und Köhler – evangelisch waren). Eingefleischte Konservative, die in Angela Merkel seit langem den Michail Gorbatschow der CDU erkennen, könnten Wulff ihre Stimme verweigern und Gauck unterstützen – aus Protest gegen Merkel. Vielleicht schickt die Kanzlerin den Wulff ja nur deshalb ins Rennen, um ihn gegen Gauck verlieren zu sehen. Dann hätte sie den letzten noch verbliebenen innerparteilichen Konkurrenten kalt gestellt und den staatstragenden Teil der Opposition gleichzeitig eingebunden. Denn Angela Merkel dürfte nach dem Ende der großen Koalition sehr schnell erkannt haben, dass die schwierige und mittlerweile auch sehr teure Aufgabe, den ‚europäischen Reichseinigungsprozess’ gegen den heftigen Widerstand nationalkonservativer Eliten voranzubringen, mit der Westerwelle-FDP allein nicht gestemmt werden kann.  Gauck, der von sich sagt, ein „liberaler, linker Konservativer“ zu sein, ist deshalb mehr als nur ein Zählkandidat. Er könnte der Vorbote sein für eine ganz ganz große Koalition deutscher Krisenmanager.” Einen Krisenmanager hätten wir auch bitter nötig…

Hier geht`s zum Forum von politik.de! Hier zum aktuellen Dossier!

Bild: flickr.com (azrael74)


Steuersenkungen Ade, Die eiserne Merkel, Arge oder Amt und GEZ Reloaded – Blogschau

Freitag, 21. Mai 2010

Blog, Blog, immer wieder diese Blogs. Wunderbar. Die Themen der Woche:

  • Steuersenkungen? Schau`n mer mal
  • Merkel knallhart – Erstaunen über die Kraftmeierei des europäischen Riesen Deutschland
  • Neuorganisation der Job Center. Es liegt noch einiges im Argen
  • Schon GEZahlt? Gebührenbeauftragte und GEZ wird es wohl trotz neuem Staatsvertrag weiterhin geben

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Feuernde Griechen, ein feuernder Finanzminister und was Freud sagen würde. Blogschau (12/III)

Sonntag, 14. Dezember 2008

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In der deutschen Blogosphäre dreht es sich in diesen Tagen eindeutig um die Probleme im eigenen Land: Wie soll Deutschland auf die Finanzkrise reagieren? Da scheinen ein paar Explosionen und Straßenkämpfe in Griechenland nicht wirklich wahrgenommen zu werden.

Tatsächlich findet sich in deutschen Blogs auffällig wenig zu den Krawallen in der Wiege der Demokratie. Gibt es da einfach nichts zu sagen?

Ein kaum zu ertragendes Pathos verbreitet das Blog “Alexis Grigoropoulos” durch tränenreiche Berichte und Bekenntnisse der Genossen. Dort findet sich leider wenig Faktenwissen, dafür aber Aussagen dieser Art:

Der Punkt ist: Wir haben Feuer in die Straßen gebracht, lasst uns jetzt Feuer in unsere Köpfe bringen.

Es ist also überaus schwer, das Blog als seriöse Quelle zu betrachten, wie es auf Duckhome geschieht.

Der Lindwurm nimmt die Ereignisse in Griechenland zum Anlass, um mal wieder richtig schön über die “hirnbefreite Bagage” der Autonomen herzuziehen. Polemik gegen Polemik, so scheint’s. Auch kein gesteigerter Erkenntnisgewinn.

Auf Spreeblick wird auf das Blog eines deutschen Erasmusstudenten in Athen hingewiesen. Ebenfalls keine Darstellung von Hintergründen, aber dafür eine erschreckend realitätsnahe Dokumentation der Ereignisse.

Das Parteibuch wittert schon wieder eine Verschwörung. Die konservative griechische Regierung sei vor den Ereignissen kurz vorm Scheitern und ihre Abwahl sicher gewesen. Und jetzt sei “jedoch nichts mehr sicher. Für Costas Karamanlis könnten sie (die Krawalle) bedeuten, dass er sich an der Macht halten kann. Zufall oder Kalkül?”
Ohne Beweislast wird sich gefragt, “ob der Tod von Alexis ein Auftragsmord von Costas Karamanlis zum Zwecke des Hervorrufens der Kravalle war, die ihm nun möglicherweise seinen Posten als Regierungschef sichern.”

Da das Tränengas in Griechenland langsam knapp wird, soll Nachschub aus Deutschland geschickt werden. Fefe findet das großartig.

Tolle Kombination. Wir wissen halt, wie man Demonstrationen niederschlägt. Wieso schicken wir nicht auch gleich die Bundeswehr? Oder ein paar Prügelkompanien der Polizei? Und die Israelis könnten ein paar Bulldozer ausleihen und Wohnhäuser plattmachen. Ich bin mir sicher, das würde der verweichlichten Jugend in Griechenland zeigen, aus welcher Richtung hier der Wind weht!1!!

Nun aber zu dem Thema, das die Deutschen eigentlich interessiert.
Jens Berger kritisiert die große Koalition unter Merkel für ihre Politik der ruhigen Hand. Nur Ahnungslosigkeit und Überheblichkeit könnten “Kohls Mädchen” dazu bringen, sich gegen die Wirtschaft stimulierende Ausgaben zu sperren.
Nicht nur beim Spiegelfechter, auch im Ausland stößt das Verhalten der Bundesrepublik langsam auf Unverständnis.
Offen kritisierte Finanzminister Peer Steinbrück die massive Steuersenkung und Verschuldung Großbritanniens. Der Wirtschafts-Nobelpreisträger Paul Krugman meldete sich daraufhin zu Wort und warf dem Minister und der Bundesregierung „Dummheit“ vor.
Auch Wolfgang Lieb meint auf den NachDenkSeiten: Steinbrücks Mundwerk ist häufig schneller als sein Hirn.

Auf Mein Parteibuch und bei Feynsinn wird sich Peer Steinbrück gleichfalls vorgeknöpft.

Krugmans eigene Theorien führen hingegen nur in eine Verschuldung in Billionenhöhe, meint Fefe – auch wenn er Krugmans Regierungs-Bashing natürlich prinzipiell unterstützt. Die Verschuldung erscheint flatter immer noch erstrebenswerter als die aktuelle Vogel-Strauß-Politik.

Weissgarnix rollt die ganze Misere von der Freud’schen Sichtweise her auf – als anal-erotische Finanzkrise.

Bild: flickr.com (fffriendly)

Was Kopfhörer und Social Networking gemeinsam haben

Samstag, 17. Mai 2008

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Die Kanzlerin macht eine Reise durch Lateinamerika. Und was kommt dabei rum? Ein schimpfender Chavez, an dem sich sogleich entblödete Diskussionen entzünden, ob seine Hitleranalogie nicht doch “historisch korrekt” sei. Von Merkels Reise gäbe es bestimmt Interessanteres zu berichten, aber was halten Journalisten, die sie begleiten, schon für interessant? Genau, Angies Kopfhörer-Style. Warum probiert sie eigentlich nicht Kopfhörer mit Ohrstöpseln, dann wären ihre Frisur und wir vor so manch langweiligem Artikel gerettet.

Da schüttelt so manch gramgebeugter Blogger den Kopf und zieht sich erstmal desillusioniert in sein Schneckenhaus zurück – nicht ohne vorher allen mutigen Mitstreiterlein zu danken, die den Weg tapfer alleine weitergeht.
Andere surfen vielleicht lieber eine Runde mehr in den social networks und testen Möglichkeiten, die Unmengen an Passwörtern der verschiedenen Anbieter in einem Netzwerk zusammenzubringen. Selbst Bicyclemark, sonst stets nur an Umwelt- und Politikthemen interessiert, steuert ein Video zur korrekten Facebook-Verwendung bei. Schockierend!
Ich möchte ja gar nicht so genau wissen, was meine Freunde die ganze Zeit machen. Habe dennoch meine Profile, klar. Aber wenn social networking in Zukunft auch noch mit dem Handy und integriertem GPS-System verbunden wird, kann man sich wohl nicht mehr verstecken. Nee, da werd ich dann nicht mehr mitmachen, sondern die virtuellen Kopfhörer aufsetzen. Umgedreht, wie Angela.

Bild: flickr.com (HamburgerJung)