Ergänzt man die drei Schlagworte jedoch um Integration, Macht und
Linkspartei, weiß ein jeder Diskutant sofort, was für verbale Duelle
sich hier anschließen können.
Cacau, Khedira, Boateng, Aogo, Tasci, Gomez und Özil: In der
Nationalmannschaft spielen mittlerweile viele Ball-Virtuosen mit
Migrationshintergrund. Multi-Kulti, Kampf der Kulturen auf dem Rasen
oder alles nur eine Frage des Geldes? Das verleitete im Forum zur Frage:„Deutsche Nationalelf: Ein Vorbild der Integration?“
„Nur weil es ein paar Bundesliga-Fußballspieler und erfolgreiche
Sänger mit Migrationshintergrund gibt, ist die Integration von
Zuwanderern und ihrer Nachkommen noch längst nicht gelungen“, meint
dazu Jakob.
Leistungen im Fußball mit ethnischer Abstammung zu verknüpfen ist ein hoffnungsloses Unterfangen. X-RAY fasst das in die Worte: „Nirgends funktioniert die Integration bzw. das faire, multikulturelle Zusammenspiel so gut, wie auf dem Fußballplatz. Nirgendwo fallen Grenzen zwischen Kulturen schneller als auf dem Fußballplatz – um nicht zu sagen im Sport ganz allgemein. Wir sollten dies als Vorbild ansehen, für ein besseres Verständnis der unterschiedlichen Kulturen auch im Zusammenleben der deutschen Gesellschaft im Allgemeinen. Man braucht keine (braune?) Diskussion darüber, welche Kultur die scheinbar bessere ist. Diversität der Kulturen bringt einen entscheidenden, evolutionären Vorteil. Wir können von unterschiedlichen Kulturen lernen und dadurch profitieren, indem wir die Vorteile von den Nachteilen extrahieren. Eine Monokultur aber ist zum Aussterben verurteilt.“
Beim Thema Fußball WM 2010 in Südafrika wird aber nicht über kulturelle Implikationen gesprochen, auch die ironische Kritik kommt nicht zu kurz. Manchmal scheint das Geschehen zu Hause interessanter, als der grüne Rasen im TV. Ob das an der Qualität der letzten Spiele lag, sagt uns ThiloS: „Mein Auto ist aus der Reparatur von wegen der Deutschlandfahne zurück, hurra. Mein Jüngster war davon so begeistert, dass er in einem unbeobachteten Moment beschlossen hat, den SUV zum Fanmobil aufzupimpen. Ihm und den Marken „hanuta“ und „duplo“ sei Dank klebte Schweinsteiger am vorderen Kotflügel, Gomez stürmte auf dem Kühlergrill gleich neben Klose auf der Kühlerhaube, Lahm fand sich auf der Beifahrerseite hinten rechts, Neuer hielt den Kasten der Heckklappe, flankiert von Mertesacker und Friedrich, sauber und nur Podolski kam unter die Räder, der musste sich mit der Lauffläche des Reifens begnügen. Ist auch der Einzige, den ich nach 2 Stunden Schrubben und Polieren da gelassen habe, wo er ist. Trochowski befindet sich auch noch irgendwo, er war auf jeden Fall nicht mehr auf der Ersatzbank in der Hosentasche des Kleinen und ich hege den Verdacht, dass er sich noch einmal unangenehm bemerkbar machen wird.“
Fußball ist längst kein reiner Männersport mehr. Aber nicht nur im Sport, auch in der Politik ist Gender Mainstreaming angesagt: „Frauen an die Macht!“, hieß es im Dossier aus der Redaktion, welches einen historischen Abriss von Regierungschefinnen abhandelte. Ganz unhistorisch dafür umso verschwörerischer fand sb-art dafür auch ein Anagramm: „Das kann doch kein Zufall sein! Wenn man die Buchstaben im Wort Bundeskanzlerin neu anordnet ergibt dies das Wort Bankzinsenluder!“
Auch die Bundespräsidentenwahl hat im Forum deutliche Spuren hinterlassen. „Die SPD will die LINKE spalten?“, fragte der User Jariel und bezieht sich damit auf Linke-Chefin Gesine Lötzsch, die gegenüber der Frankfurter Rundschau diese Befürchtungen geäußert hatte.
Van Schnitzler sieht die Linke aber gut etabliert: „Totgesagte leben länger Also ich denke die Linke hat sich in Deutschland etabliert, weil einfach nach einer Partei links der Mitte Bedarf besteht. Seitdem sich Union/SPD/FDP und Grüne die Mitte streitig machen, bleibt an den Rändern eben Platz“. Was seiner Meinung nach eher dringend gebraucht würde, wäre eine rechtskonservative, demokratische und nicht antisemitische Partei auf der anderen Seite des parteipolitischen Farbenspiels.
Dennoch: wie zersplittert die Mitte-Links Parteien sind, zeigte die Präsidentschaftwahl. Dazu fand der User Zaungespräch ganz neue Ausdrucksformen im politischen Gespräch:
„So ein Wahlgang ist kein Walfang,
Fette Beute gibt es selten oder nie.
Und das Essen macht nur hungrig,
Wenig Vorrat schafft nur Hysterie
Täglich machen wir uns Feinde,
Diese wehren sich mit Macht;
Die Vernunft macht egoistisch
Nur der Dritte ist’s, der lacht.“
Mit einem Gedicht kann ich am Schluss nun nicht mehr dienen, dafür aber mit einer echte wahren Annekdote: „Treffen sich ein Italiener, ein Franzose, ein Portugiese und ein Engländer am Flughafen. Sagt der Engländer: ‚Lasst uns noch auf den Argentinier warten!’“
(p.t.)








). Außerdem glaube ich auch nicht an eine Inflation, denn der 750 Milliarden schwere Euro-Rettungsschirm wird das verhindern.”

Auch bei Adler war wieder alles in Ordnung mit der Rippe auf einmal ging dann doch nichts,ich habe wirklich Angst war ich doch schon immer ein Ballack Fan.Ich bin von natur aus pessimist,ich hoffe mein Bauchgefühl betrügt mich diesmal.”
