16 Stationen der Seitensprünge 2009 befanden sich im Bundespresseamt. Das Team von politik.de hatte sich am Morgen auf einen Streifzug durch das Gebäude begeben und nach den Erwartungen der Aussteller gefragt.
Seitensprünge-Rundgang durch das Bundespresseamt
Äußere deine Meinung, Anregung oder Frage hier von Redaktion politik.de25. Juni 2009 | 19:03 Uhr
Das Feierabendbier- Vom Brauer- und Bäckerbund
Äußere deine Meinung, Anregung oder Frage hier von Petja Ivanova25. Juni 2009 | 18:43 Uhr

Als sich der Tag dem Ende neigte, wurde es auch höchste Zeit für ein Bier und eine kleine Stärkung. Es bot sich an, beim Bund der Brauer sowie dem Bund der Bäcker vorbeizuschauen, welche sich ein Gebäude neben dem Bundespresseamt teilen. Es wurden mir sofort Brezeln sowie kühles, frisch gezapftes Bier angeboten.

Ferner nutzte ich die Zeit um ein sehr aktuelles Anliegen zu besprechen: In Baden Württemberg wird ab dem ersten Januar 2010 ein nächtliches Verkaufsverbot für Alkohol eingeführt. Mitte April hatte sich die CDU/FDP-Koalition nach monatelangem Ringen darauf geeinigt, den Verkauf von Alkohol an Tankstellen, Kiosken oder Supermärkten von 22 bis fünf Uhr zu untersagen. Die Union sieht nämlich einen direkten Zusammenhang zwischen Zechgelagen und Gewalttaten. Der Brauerbund ist da natürlich ganz anderer Meinung: “Das Gesetzesvorhaben ist aus unserer Sicht rechtswidrig”, so Geschäftsführer Peter Hahn. Ein Verbot sei “unnütz, untauglich und unzulässig”.
Berlin – keine ganz normale Großstadt
Äußere deine Meinung, Anregung oder Frage hier von Lisa Crinon25. Juni 2009 | 18:12 Uhr

Im DIW (Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung) berichtete Kurt Gepper über die wirtschaftliche Stärke und Schwäche der Hauptstadt. Nach der Wende stand Berlin “weit weg von eigenständiger wirtschaftlicher Lebensfähigkeit”, so Geppert, und zwar sowohl im Osten als auch im Westen. Noch heute bleibt die Wachstumsrate Berlins weit entfernt von der anderer deutscher Städte. In der Hauptstadt gibt es nur 400 Arbeitsplätze pro 1000 Einwohnern, während andere Städte durschnittlich auf 550 kommen. Auch die Arbeistlosenquoten soll doppelt so hoch sein wie im Rest der Republik.
Doch Geppert sieht noch Hoffnung in der “kleinen aber feinen Industrie” der Hauptstadt. Vor allem liegen Chancen in modernen Branchen wie der Informationstechnologie, im Medien- oder Werbungsektor. Es überrascht außerdem nicht, dass das Tourismusgewerbe einen großen Teil der Berliner Wirtschaft ausmacht. Auch im Kulturbereich “gewinnt neuerdings die gewahrte Kulturszene an Bedeutung”, so Geppert.
Die Vorteile von Berlin fasst der Mitarbeiter des DIW in vier Punkten zusammen: das wissenschaftlich-technologische Potenzial, das kulturelle Potenzial und der Hauptstadtfaktor. Schlüsselgröße der wirtschaftlichen Entwicklung aber soll das “Humankapital” sein: “Man muss Menschen anziehen, die gern in der Großstadt wohnen. Dann kommen die Unternehmen auch mit”, so Geppert. So verstanden liegt die wirtschaftliche Zukunft Berlins in den Händen der Bildungs- und Stadtentwickler sowie der Wirtschaftspolitik. Geppert behauptet aber, die Hauptstadt habe noch einen langen Weg vor sich: Mal abwarten ob die Politiker es schaffen, aus Berlin “eine ganz normale deutsche Großstadt” zu machen.
Lernen von Obama? – Die Antwort der Bertelsmann Stiftung.
Äußere deine Meinung, Anregung oder Frage hier von Malin Larsson25. Juni 2009 | 18:05 Uhr

Thema bei der Bertelsmann Stiftung: Chancen und Herausforderungen politischer Onlinekommunikation. Mathias Gille fasst zuerst einige Defizite der politischen Kommunikation zusammen und meint, dass Kommunikation zu oft nur in Wahlkämpfen oder im Krisenmanagement eine zentrale Rolle spiele. Des Weiteren setze die Kommunikation zu spät ein und wecke Erwartungen, die nicht erfüllt werden könnten.
Dazu stellt er eine rhetorische Frage: Ist Web 2.0 nur eine Mode, oder ist es eine Ära? Die Antwort gibt er kurz danach: Web 2.0 sei wirkungsmächtig in der Alltagswelt angekommen, und das verlangt auch Einiges von Parteien und Regierung.
Von den Parteien wird vor allem Mut verlangt, weil die Bürger mit Onlinebeteiligung selbst die Politik antreiben können und eine Agenda setzen. Es kommt folglich zu Kontrollverlusten der Parteien, und die Gefahr des Scheindialogs steigt.
Nun zur Eingangsfrage: Was können wir – oder auch die Politik – von Obama lernen? Gilles Antwort lautet: eine klare Botschaft und ein klares Profil. Wichtig sei es auch, online mit offline zu verknüpfen, weil die virtuelle Kommunikation keinen Ersatz für die politische Arbeit vor Ort ist. Zusammenfassend muss die Politik weniger hierarchisch und vor allem nachhaltiger und dauerhafter werden. Wem es bekannt vorkommt, sollte sich nicht wundern.
Das Vertrauen in die Banken nach der Krise
Äußere deine Meinung, Anregung oder Frage hier von Arvid Schwinge25. Juni 2009 | 17:21 Uhr

Am Standort des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) fand ein Expertengespräch zwischen dem FORSA-Chef, Prof. Manfred Güllner, und dem Leiter für Kommunikation und Medien des DSGV, Christian Achilles, über den Glaubwürdigkeitsverlust der Banken während und nach der Finanzkrise statt. Der Schwerpunkt lag natürlich auf der aktuellen Rolle der Sparkassen.
Es herrschte Einigkeit darüber, dass die Sparkassen zurzeit ein höheres Vertrauen als die Privatinstitute besitzen. Dies wurde unter anderem damit begründet, dass sie über eine Vielzahl von Filialen und Beratern verfügen und daher sehr bürgernah agieren. Darüber hinaus gehört es nicht zum Kerngeschäft der Sparkassen, Papiere mit hohen Renditemöglichkeiten zu verkaufen, weswegen sie so gut wie keine solcher “Giftpapiere” aufkaufte und daher kaum von der Finanzkrise betroffen war. Dagegen haben die Privat- und Landesbanken einen hohen Vertraunsverlust zu verzeichnen. Dies sei aber zumindest bei den Landesbanken nicht ganz berechtigt, da nicht alle von der Finanzkrise gleich betroffen sind.
Beim Blick in die Zukunft wurde mahnend darauf hingewiesen, dass einige Banken das “Casino” bereits wieder als eröffnet ansehen und aus der Krise nichts gelernt hätten. Sollten sie tatsächlich nicht ihre Lehren aus der Krise ziehen, werden sie das Vertrauen der Bürger nur sehr schwer zurückgewinnen.
Wie funktioniert Lobbying?
Äußere deine Meinung, Anregung oder Frage hier von Arvid Schwinge25. Juni 2009 | 16:01 Uhr

In den Räumen des Markenverbandes fand eine Diskussion mit dem Ziel statt, den Zuhörern die Funktionsweise von Lobbyarbeit in Deutschland zu veranschaulichen. Thema war der Verbraucherschutz. An der Diskussion nahmen Hubertus Pellengahr, Vertreter des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE) und Dr. Stefan Etgeton, Vertreter des Verbraucherschutz Bundesverbands (vbvz) teil. Beide versuchten die parlamentarische Staatssekretärin des Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) Ursula Heinen von ihrem jeweiligen Standpunkt zu strittigen Fragen des Verbraucherschutzes zu überzeugen. Diese verdeutlichte zu dem jeweiligen Thema die Position der Politik.
Konkret wurden Argumente zur Einführung einer so genannten Ampel-Kennzeichnung, um die Inhaltsstoffe von Lebensmitteln transparenter darzustellen, ausgetauscht. Pellengahr – welcher die Interessen des deutschen Einzelhandels vertrat – sprach sich gegen die Einführung der “Ampel” aus, da sie eine große Simplifizerung sei. Der Vertreter der Verbraucherschützer Etgeton befürwortete hingegen die Einführung. Er hob hervor, dass diese dazu beitrüge, Nahrungsmittel einfacher vergleichbar zu machen. Anschließend sprach Frau Ursula Heinen für die Seite der Politik und betonte ihrerseits, dass sie ebenfalls das Ziel hat, Produkte für den Bürger vergleichbarer zu machen. Wenn der Einzelhandel strikt gegen die Ampel sei, solle er der Politik eine Alternative vorschlagen, die er mittragen könne.
Die Diskussion zeigte, dass der Poltik in Deutschland vor allem an einem Ausgleich zwischen den verschiedenen Interessengruppen gelegen ist. Es wurde mal wieder deutlich, weshalb sie auch als Verhandlungsdemokratie charakterisiert wird…
Die Vermessung des Online-Wahlkampfes
Ein Kommentar » von Hagen Pietzcker25. Juni 2009 | 15:32 Uhr

Welcher Politiker macht was im Internet wann, wie oft, womit und warum überhaupt? Und wie erhöht er oder sie damit ihre Wahlchancen bei der Bundestagswahl 2009? Wer sich schnell einen Überblick darüber verschaffen will braucht nur auf das Portal wahl.de zu gehen – so jedenfalls Klas Roggenkamp von Compuccino, dem Erfinder und Betreiber des Portals.
Man braucht hier jetzt nicht zu sehr in die Tiefe zu gehen, besser, man probiert die Seite selber mal aus. Jedenfalls, wenn man sich dafür interessiert, welcher Politiker am häufigsten twittert oder in welchen sozialen Netzwerken er sich herumtreibt.
Der Vortrag von Roggenkamp war auch von Parteivertretern besucht, weshalb die Frage nach der “besten Onlinekampagne” von ihm nur zögerlich beantwortet wurde – um niemanden vor den Kopf zu stossen. Die eifrigsten Nachfragen kamen denn aber auch zu einer ganz bestimmten Partei – nämlich? Richtig, den “Piraten”! Erstaunlich, wo diese “Einthemenpartei” (Roggenkamp) überall auftaucht – nicht nur online, sondern manchmal auch in Fleisch und Blut!
Video: Interview mit dem Initiator der Seitensprünge Lars-Christian Cords
Äußere deine Meinung, Anregung oder Frage hier von Redaktion politik.de25. Juni 2009 | 15:19 Uhr
Explosion in Berlin – eine Krisensimulation
Äußere deine Meinung, Anregung oder Frage hier von Petja Ivanova25. Juni 2009 | 15:00 Uhr
Wärmestau im Berliner Standort der Relant-Pharmacy. Vermutlich aufgrund menschlichen Versagens blieb unbemerkt, dass die Temperatur eines Kessels zu hoch war. Nach einem langsamen, dann immer schneller werdenden Druck- und Temperaturanstieg: Explosion! Deutlich wahrnehmbare, dichte Wolken steigen über dem Werksgelände auf. Drei Kilogramm der hochgiftigen Substanz TCDD, welche 10 mal gefährlicher als Zyankali ist, wurde freigesetzt. Die sich ausbreitende Giftwolke treibt in nordöstliche Richtung, verseucht ein sechs Quadratkilometer großes, dicht bevölkertes Gebiet…
Hektik bricht aus. Unaufhörlich klingeln die Telefone: die Regierung gibt Anweisungen, verängstigte Bewohner werden beruhigt. Mitarbeiter hetzen durch das Gebäude, bald soll eine Pressekonferenz stattfinden…
Das Team des Berliner Büro für Kommunikation „PJ“ schlüpft heute in die Rolle von Medien, Behörden, Mitarbeitern und Kunden. Durch ihre schauspielerischen Leistungen liefern sie eine Krisensimulation wie sie besser nicht sein könnte: realitätsnah und beängstigend.
Während die Mitglieder des Krisenstabes den Leiter bei der Beurteilung der Lage beraten, Entscheidungen vorbereiten und die Ausführung koordinieren und überwachen, wird den Teilnehmern besonders deutlich: Eine konstante Medien- und Öffentlichkeitsarbeit ist in einer Krise Gold wert. Und wie groß die Bedeutung eines erfolgreichen Krisenmanagements und einer gute Krisenkommunikation ist.
Telefónica O2 betont die Bedeutung von Kontakten mit der Politik
Äußere deine Meinung, Anregung oder Frage hier von Malin Larsson25. Juni 2009 | 14:59 Uhr

Bei der Berliner Vertretung von Telefónica O2 erwarten uns ein sehr gastfreundlicher Empfang und leckere, belegte Brötchen. In einer entspannten Lounge mit weißen Ledercouchs werden wir von Olaf Reus, Repräsentant von Telefónica O2 Berlin, begrüßt.
Reus stellt die Firma vor und erklärt, wie die Hauptstadtvertretung die Schnittstelle zwischen der Zentrale von Telefónica O2 Germany in München und Vertretern aus Wissenschaft, Öffentlichkeit, Politik, Wirtschaft und Verbänden in Berlin bildet. Er beschreibt das Berliner Büro als “Koordinator des gesamten Prozesses” und unterstreicht die Wichtigkeit des Kontakts zu Abgeordneten und Bundesrat, um richtige Investitionen zu tätigen und Entscheidungen treffen zu können.
Die Government Relations Managerin Anne Jost erzählt, dass O2 2008 zu den Top 100 der “Besten Arbeitgeber” Deutschlands gehörte, einem Wettbewerb des Great Place to Work Institute Deutschland. Diese Tatsache war in der einladenden Berliner Repräsentanz nicht schwer nachzuvollziehen – sie ist einfach zu schön, und das Essen entsprechend…
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- Alexander Dill: Da ich die Studie von Dr. Solte bereits 2006 sehen konnte, bevor er sie vergeblich Peer Steinbrück...
- Donny: Ich frage mich, warum bestimmte privilegierte Amtsträger in Deutschland nicht die moralische Haltung besitzen...
- Erlenbad: Die Seite www.wahllieder.de hat bei Google “Wahllieder” deutliche Spuren hinterlassen....
- frankenfeld: Das ist echt zum Schlapplachen… Ist doch klar, dass ein Wahlkampf mit Inhalt gefüllt wird, und...
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