Im lustigen Reigen der wechselnden kollektiven Polit-Buhmänner in Kleinbloggersdorf stand letztens der ehemalige NRW-Ministerpräsident und Ex-Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Wolfgang Clement unter Beschuss. Er fällt seiner alten Parteikollegin Ypsilanti in den Rücken und bezeichnet sie als nicht wählbar. Eventuell wird er damit bei Vielen das Gegenteil erreichen: „Wenn HartzIV- und Energieriesenvertreter Clement sagt, Ypsilanti sei wegen ihrer Vorstellungen zur Energiepolitik nicht wählbar, dann ist sowas aus dem Munde eines Monopolisteninteressenvertreters und Atomkraftbefürworters für mich ja schon eine regelrechte Wahlempfehlung.“
Clement, das Fähnlein im Winde: „Für seinen Brötchengeber opfert der Typ sogar seine politische Gesinnung. Das nenn ich mal Loyalität, könnten wir uns alle ein Scheibchen von abschneiden.“
Man denkt immer auch ein bisschen an Altkanzler Schröder, ein Kommentator sieht das „generell als Generationenproblem, Schröder, Clement und andere sind eine ganz “eigene” Art von Sozialdemokraten, die sich hoffentlich schnell herauswachsen.“
Aber auch positive Stimmen lassen sich vernehmen, denn „selbst SPD-Umweltminister Gabriel hält den gleichzeitigen Ausstieg aus Kernkraft und Kohle, den Scheer für Hessen propagiert, für völlig unrealistisch. Auch wenn es der SPD nicht passt und die Mehrheit der Deutschen unvernünftigerweise Clements Aussagen für falsch hält: Clement hat recht!“
Für die meisten aber steht im Vordergrund, dass Clement ein Kameradenschwein ist: „Clement hat zwar recht, aber auch der Kandidatin seiner Partei geschadet. Kernpunkt der Kritik an Clement ist das, und nicht die Frage ob die Energiepolitik der SPD richtig ist.“
Bild: flickr.com (thomaswanhoff)











