Die Vertretung des EU-Parlaments stellt sich kritischen Fragen

Äußere deine Meinung, Anregung oder Frage hier von Malin Larsson
25. Juni 2009 | 12:49 Uhr

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Kurz nach 11 Uhr fängt der Vortrag der Vertretung des EU-Parlaments zur Europawahl und Kommunikationsaktivitäten an. Im Europäischen Haus ist der Saal zu diesem Zeitpunkt leider fast leer. Die Vortragende Judit Hercegfalvi, verantwortlich für die Internetredaktion der Vertretung, lässt sich aber nicht demotivieren und nutzt die Chance, den Vortrag im Dialogform zu halten.

Nach einer kurzen Vorstellung des Büros bzw. seiner Arbeit erklärt Hercegfalvi, wie die überparteiliche Kampagne für die Europawahl ausgesehen hat. Sie zeigt wie Plakate, TV- und Radio-Spots genutzt wurden und betont die Bedeutung von Kooperationen z.B. mit dem Bundespresseamt, der Bundeszentrale für politische Bildung, SchülerVZ oder StudiVZ.

Die Teilnehmer stellen sich nach der Präsentation kritisch zur Wahlkampagne, vor allem wegen der niedrigen Wahlbeteiligung. Hercegfalvi ist aber der Meinung, es liege nicht nur an den Wahlkampagnen, sondern vielmehr an der allgemeinen mangelnden Erreichbarkeit des einzelnen Bürgers. Dagegen werde die Vertretung des Europaparlaments weiterhin aktiv arbeiten, verspricht Hercegfalvi.

Interview mit Christian Wulff

Äußere deine Meinung, Anregung oder Frage hier von Redaktion politik.de
5. Dezember 2008 | 17:35 Uhr

Einer der Preisträger beim Politikaward 2008 ist Christian Wulff, Ministerpräsident von Niedersachsen. Chefredakteur Hagen Pietzcker von politik.de hat ihm nach der Preisverleihung Fragen zum bevorstehenden Bundestagswahlkampf 2009 gestellt.

No Drama Obama

Äußere deine Meinung, Anregung oder Frage hier von Kbra Ycel Jugendpresse
4. Dezember 2008 | 16:31 Uhr

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Jack Leslie, Vorsitzender von Weber Shandwick, über die Gründe von Obamas Wahlsieg und seine nächste Kampagne: die Wiederherstellung von Amerikas gutem Ruf

Manch Kritiker behauptet, der Wahlsieg der Demokraten sei kein Erfolg Obamas, sondern vielmehr die Folge von acht Jahren Misswirtschaft unter einem unpopulären republikanischen Präsidenten. Zu etwas anderem als einem Sieg der Demokraten hätte es also gar nicht kommen können. Doch Jack Leslie, Vorsitzender von Weber Shandwick, eine der größten PR-Agenturen der Welt, erwidert: „You can’t take away that Obama ran a great campaign.“

Selbstverständlich sei Bushs Unpopularität von Vorteil gewesen, doch unabhängig davon hätten Obama und sein Wahlkampfteam Großartiges geleistet. Fünf Strategien greift Leslie heraus, die zu dem großen Erfolg geführt hätten:

  1. Message discipline. Mit dem Wahlspruch „Change“ ist die Obama-Kampagne nicht nur der Sehnsucht vieler US-Amerikaner nach einem Politikwechsel nachgegangen, sondern hat diese außerdem effektiv während der 21 Monate Wahlkampf entwickelt. So stand „Change“ anfangs für ein Ende des Irak-Krieges und schließlich – im Zuge der Weltwirtschaftskrise – für ein Wechsel in der Wirtschaftspolitik.
  2. Leadership style. „No drama Obama“ , so wird Obama von seinen Mitarbeitern bezeichnet. Während seine Coolness anfänglich negativ bewertet wurde, entpuppte sich die Ruhe und Gelassenheit – nicht zuletzt während der Wirtschaftskrise – als eine positive Eigenschaft Obamas. Zudem führe Obama eine adaptive leadership, ein Führung im Wir-Stil also. Bezeichnend dabei war Yes WE can. Ein Satz der Massen bewegte.
  3. Divided elector. Damit bezeichnet Leslie das Bemühen der Obama-Kampagne nicht nur um die „wahlentscheidenden Staaten“, sondern auch um die kleinen Staaten, die ihm letztlich auch zum Erfolg verholfen haben.
  4. Netroots. Netroots bezeichnet die Kombination von Internet und grassroots. Obama habe netroots im Wahlkampf so effektiv genutzt wir noch keiner vor ihm. So berichtet er von einer Anwendung, die Obamas Wahlkampfteam für iPhone entwickelte: Die Anwendung durchsucht die Kontaktliste nach Swing-States-Bewohner, um dann vorzuschlagen: Ruf Tante Mary an und frag sie, ob sie Obama wählen wid.
  5. Young generation. Über 2 ½ Millionen Freunde hat Obama auf Facebook. Obamas Wahlkampfteam hat die Netzwerke der amerikanischen Jugendlichen effektiv genutzt und machte damit Wahlkampf nah an der Jugend.

Nun, so Leslie, mache sich Obama bereit für die nächste Kampagne, die Wiederherstellung von Amerikas gutem Ruf: Abzug aus dem Irak, Schließung von Guantanamo Bay und die Stabilisierung der Wirtschaft.

Nach Jack Leslies Vortrag fühlt der Zuhörer: No drama Obama schafft das bestimmt.

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Fotos: Christian Mutter (Jugendpresse Deutschland), Alexander Mihaylov (Politikfabrik)



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  • Alexander Dill: Da ich die Studie von Dr. Solte bereits 2006 sehen konnte, bevor er sie vergeblich Peer Steinbrück...
  • Donny: Ich frage mich, warum bestimmte privilegierte Amtsträger in Deutschland nicht die moralische Haltung besitzen...
  • Erlenbad: Die Seite www.wahllieder.de hat bei Google “Wahllieder” deutliche Spuren hinterlassen....
  • frankenfeld: Das ist echt zum Schlapplachen… Ist doch klar, dass ein Wahlkampf mit Inhalt gefüllt wird, und...

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