
…die deutsche Presse bleibt unfrei.
Stimmt das denn? Und sind deutsche Journalisten nicht kritisch genug? In seinem Blog befindet Pantoffelpunk, dass sich Redakteure wohl lieber um “Alarm im Darm” kümmere als darum, dass Briefe und Emails an die Redaktion abgefangen und gelesen und Telefongespräche abgehört werden. Der Grund hierfür lautet natürlich: Als opportunistischer Journalist lässt man die “da oben” unbehelligt weitermachen, um in Ruhe die eigenen kapitalistischen Interessen zu verfolgen – und das natürlich zwecks Auflagensteigerung durch fieseste Boulevardpresse. Hm. Die Analyse des Phänomens trifft wohl zu, aber die Begründungen erschließen sich mir dann doch nicht recht.
In eine ähnliche Richtung schießt das Parteibuch. Journalisten als willige Vollstrecker der Machenschaften von Geheimdiensten und Desinforationskampagnen der Regierung, das bedeute deutsche Pressefreiheit. Auch die Reporter ohne Grenzen bekommen ihr Fett weg, sie seien “gerade mutig genug, um gegen Einschränkungen der Pressefreiheit in ihren Finanziers politisch missliebigen Ländern zu demonstrieren”. Folgt man den Links, stößt man nicht gerade auf plausible Erklärungen der These, Deutschland sei ein totalitärer Staat ohne Pressefreiheit.
Bild: flickr.com (Schockwellenreiter)
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