Weshalb sächsische Schüler so schlau sind und wie Truthähne gemacht werden: Blogschau (11/IV)

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Die Pisa-Studie hat für allgemeines Aufatmen gesorgt: Insgesamt haben sich alle angestrengt und das Sorgenkind Ostdeutschland ist gar auf die ersten Plätze gerutscht. Na okay, nicht der ganze Osten, sondern zwei Länder. Und wie haben die das bitteschön gemacht?
In Zettels Raum wird darauf hingewiesen, dass es sich auffälligerweise um CDU-Länder handelt! Und bei genauerer Betrachtung erkennt Zettel: Auch die alten Bundesländer, die in Sachen Lebensqualität an der Spitze stehen, werden von der Union regiert! Das Zettel’sche Gesetz: Unions-regierten Ländern geht es besser. Quod erat demonstrandum.

Tatsächlich hängt das Schlussfolgern von den Wahrnehmungskategorien des jeweiligen Bloggers ab: Für Christian Soeder sind es (natürlich augenzwinkernd) die “komischen Liberalen”, die nun in Bayern mitregieren und Schuld tragen am Punkteverlust des Freistaates in der Pisa-Studie.

Es gibt aber auch Begründungsmodelle, die nichts mit der jeweiligen herrschenden Partei, sondern mit den Menschen selbst zu tun haben: Jörg Lau verweist (zwar betitelt mit “Schmutzige kleine Geheimnisse der Bildungsforschung”, aber leider kommentarlos) auf ein Interview mit Pisa-Chef Manfred Prenzel. Dieser stimmt der Äußerung zu, dass Sachsen so gut abgeschnitten habe, weil es eine geringe Zahl von Migrantenkindern in den Schulen gäbe.

Und dann die Finanzkrise. Niemand kennt sich aus, alle reden mit. So zum Beispiel Spreeblick: Weniger Gejammere und mehr Contenance wünscht sich Johnny Haeusler von Firmenbossen und Topmanagern, beispielsweise von der BASF. Die würden mit dem Kopf an die vielleicht unvermeidliche natürliche Wachstumsgrenze stoßen und weinend zu Mama Staat rennen.
Andererseits sind nun einmal Arbeitsplätze in Gefahr, wie Duckhome berichtet. Und wenn die Jobs erst mal weg sind, wird das Geschrei groß sein, warum bestimmte Firmen nicht früh genug gejammert haben…

Jens Berger beschäftigt sich mit konkreten Rettungsplänen von Opel und Mutterkonzern General Motors. Diese hängen in letzter Konsequenz mit der Entscheidung Washingtons zusammen, General Motors fallen zu lassen oder nicht. Somit retten amerikanische Steuergelder europäische Arbeitsplätze, weshalb jeder Euro, der in GM investiert wird, in Washington willkommen sein wird. “Wenn man GM retten will, so wird dies am ehesten gemeinsam möglich sein – USA und EU Hand in Hand.”
Gott hilft denen, die sich selbst helfen: Das CDU-Blog gibt sich im Gegensatz zu Jens Berger wesentlich egoistischer und nicht ganz so harmoniesüchtig:

Aber einmal muß auch Schluß sein mit der uneingeschränkten Solidarität – ersteinmal müssen wir auch in einem noch so eng vernetzten Europa das eigene brennende Dach löschen um danach unserer Wasser in größeren Einheiten weggeben zu können.

Was die Wirtschaftsweisen zu der Finanzkrise zu sagen haben, interessiert “Mein Parteibuch” nicht – und befindet sich damit in ungewohnter Gesellschaft mit Peter Struck.

Wie Jörg Lau berichtet, wurde der iranische Blogger “Hoder” angeblich verhaftet. Außer von den Jahan News wurde die Meldung noch nicht bestätigt. Hoder (Hossein Derakhshan) gilt als iranischer Blogger-Pate. Durch eine Reise nach Israel hatte er die Regierung in Teheran verstimmt. Aber in den letzten Monaten näherte er sich verstärkt den Grundsätzen des aktuellen iranischen Regimes an und verurteilte eine zu harsche Kritik an Irans (Atom-) Politik. Dennoch wurde er nun vermutlich wegen Spionage festgenommen.

Fast-Vizepräsidentin der USA Sarah Palin sendet Thanksgiving-Grüße mit Live-Schlachtung im Hintergrund. Es stellt sich die Frage nach dem verantwortlichen PR-Berater, andererseits: herrlich ehrlich, die Dame. Irgendwo muss er ja herkommen, der Thanksgiving-Turkey.
Duckhome sagt:


Dabei ist ihr eine grandiose Aussage über die Politik an und für sich gelungen: vorne wird Süßholz geraspelt, im Hintergrund geschehen die Grausamkeiten. Klasse!

Bild: flickr.com (StrudelMonkey)

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