
Ein turbulentes Wochenende neigt sich seinem Ende zu. Es birgt die populärsten Themen der Woche zwischen einem Todesfall, einer Demo und dem Preisweitwurf eines 88-jährigen.
Am Samstag verunglückt der Rechtspopulist Jörg Haider (bezeichnenderweise in einem VW Phaeton), und der personifizierte Weltfrieden Nilz bittet um Pietät.
Klar weinen einige ihm keine Träne nach. Doch natürlich ist auch seinen Gegnern nicht nach Jubeln zumute, Fefe belässt es bei einem “Wow”. Selbst politisch anders Denkende sind gar betroffen und empfinden Trauer.
Jochen Hoff kann hingegen nicht gerade als traurig bezeichnet werden und meint: “Vielleicht wäre zu seiner Beerdigung eine Demonstration gegen Rassismus und Faschismus eine gute Idee.”
Ganz pragmatisch betrachtet stellt sich die Frage nach der Zukunft der nun kopflosen BZÖ . Ein Kommentator bei Robin Haseler meint, dass eventuell seine Frau und Beraterin Claudia nun Haiders politisches Erbe antreten wird.
Das Wochenende bringt des Weiteren die Demo “Freiheit statt Angst” mit den üblichen Querelen über die “wahren” Demonstrantenzahlen. Netzpolitik.org berichtet, dass von 50.000 bis 100.000 Teilnehmern ausgegangen werden kann.
Lanu fürchtet darum, dass die Demo zur neuen Loveparade verkommen könnte und fordert mehr “Klarheit” für die skandierten Demo-Sprüche. Wie sich das mit der Forderung nach einem “charismatischen Anheizer” vereinbaren lässt, bleibt unklar.
Über neue Datenpannen bei der Telekom berichtet Frank. Vielleicht hilft es, eine De-Emailadresse zu eröffnen, um die eigenen Daten zu schützen?
Der Literaturpapst MRR schafft es mit seiner wütenden Ablehnung des Fernsehpreises (”Ich werfe den Preis von mir!“) am Ende der Woche in die Blogs. Schön zu sehen, die schockierten Gesichter im Publikum. Nur leider greift Gottschalk zu schnell ein und gibt dem ganzen eine versöhnliche Wendung.
Und noch ein Marginalie zum Schluss: Von Zeit zu Zeit kommt das Thema wieder auf, diese Woche bei Spreeblick: Wer muss eigentlich dafür hinhalten, dass in Dubai die utopischsten Gebäudekomplexe entstehen können? Genau, die modernen Sklaven in arabischen Ländern: Pakistanis, Bengladeshi, Nepalis, Inder und Philippinos. Ich möchte daran erinnern, dass das eine Berliner Elite-Uni auch nicht weiter interessiert, wenn es darum geht, Ehrenmedaillen zu verteilen und dafür lukrative Bündnisse mit den Scheichs von Dubai einzugehen.
Bild: flickr.com (ksfoto)









