Second Life animiert Politiker zu mehr Dialog mit den Bürgern

Im Politik-Land von politik.de diskutierten gestern Abend zum ersten Mal deutsche Politiker in der 3D-Welt „Second Life”. Mit einer lebhaften Diskussion zum Thema „Web 3D – Neue Chancen für die politische Kommunikation?” fiel der Startschuss für den „politischen Webdienstag” in Second Life.

Erster Auftritt deutscher Politiker in Second Life im Politik-Land von politik.de

Die Initiatoren von politik.de hatten eingeladen und sie kamen in Scharen. Manche mit Flügeln, manche nur leicht bekleidet in Strapsen oder auch protestierend im T-Shirt mit der Aufschrift „Politiker raus”. Das Erscheinungsbild der mehr als 50 Besucher im Politik-Pavillon war teilweise sehr bizarr, was aber den Erfolg der Veranstaltung in keiner Weise minderte.

Gut gekleidet und pünktlich um 18 Uhr erschienen hingegen die prominenten Podiumsgäste: Steffi Lemke, Bundesgeschäftsführerin von Bündnis 90/Die Grünen, Hans-Joachim Otto (FDP), der Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien, SPIEGEL ONLINE Redakteur Dr. Christian Stöcker alias Second-Life-Punk „Sponto” und Christian Hochhuth, Projektleiter von politik.de:

„Mit so einem Ansturm hatten wir nicht gerechnet. Die vielen Besucher der ersten politischen Podiumsdiskussion in Second Life haben gezeigt, dass auch in der virtuellen Welt Bedarf an politischer Partizipation besteht.”

Angeregt durch die für alle Beteiligten vollkommen neue Umgebung wurden in der 60-minütigen Veranstaltung die Argumente für und gegen eine Präsenz der Politik in Second Life nicht nur auf dem Podium, sondern auch mit den Besuchern im Politik-Pavillon ausgetauscht. Für Hans-Joachim Otto wäre „eine Parteiveranstaltung im Second Life im Vergleich zu einer realen so wie ein Formel-Eins-Rennwagen gegenüber einem Trabi: wesentlich schneller, bunter und lustiger.” Der Bundestagsabgeordnete war sichtlich angetan von den neuen Möglichkeit des bürgernahen Dialoges im Internet. Auch Steffi Lemke zeigte sich optimistisch: „Politik kann hier viel lernen über direkte Kommunikation. Daran fehlt es viel zu oft im realen Leben. Internet und Second Life sind für mich dann am spannendsten, wenn sie die Möglichkeit zur Interaktion bieten. Ich will Politik nicht simulieren!”

Die Planungen für den nächsten „politischen Webdienstag” sind bereits im Gange, schließlich stehen auch im Second Life die Uhren nicht still. Angekündigt haben sich bereits Anna Lührmann (Bündnis 90/Die Grünen) und Ulrich Kelber (SPD).

„Bei der nächsten Veranstaltung werden wir die Besucher noch stärker in die Diskussion einbinden und aktuelle Themen aufgreifen, die von den Bürgerinnen und Bürgern auch im realen Leben von Bedeutung sind.” verspricht Initiator Christian Hochhuth.

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3 Antworten zu “Second Life animiert Politiker zu mehr Dialog mit den Bürgern”

  1. Gunnar sagt:

    Warum hat man eigentlich nichts von dieser Diskussion im Vorfeld mitbekommen. Ich weiß erst seit heute davon.

    Gunnnar

  2. Hat das Internet eine Philosophie?
    Geisteswissenschaften erklären kommunikatives Kapital.
    http://www.zugeistreich.de

  3. [...] ersten politischen Webdienstag am 20. März 2007 diskutierten zum ersten Mal deutsche Politiker im Politik-Land von politik.de in Second [...]

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