Das Online-Portal politik.de präsentiert am Dienstag, den 5. Juni, den
vierten politischen Webdienstag in Second Life. Von 18.00 bis 19.00 Uhr diskutieren Politiker und Globalisierungsgegner Themen rund um den G8-Gipfel in der virtuellen Kulisse von Heiligendamm.
In Rostock fliegen Steine, in den Medien wird über die Krawalle und den Zaun von Heiligendamm debattiert. Die Diskussion über die Inhalte des G8-Gipfels gerät kurz vor dem Start immer mehr unter die Räder der Krawallbilder. In der aufgeheizten Stimmung fällt ein nüchterner Blick auf die Agenda des Gipfels schwer. Dabei stehen gerade dort zwei Themen an oberster Stelle: das Klima und Afrika.
Auf dem virtuellen Podium im „Politik-Land“ diskutieren am Dienstag der Bundestagsabgeordnete und entwicklungspolitische Sprecher Hellmut Königshaus (FDP), Attac- Sprecher und Gründungsmitglied Sven Giegold der ehemalige Attac-Pressesprecher Felix Kolb, Prof. Harald Uhlig (Humboldt Universität Berlin), tätig u.a. als Ökonomie-Blogger beim Handelsblatt, sowie Made Höld, der in Second Life eine virtuelle Anlaufstelle für Gipfelgegner geschaffen hat. Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Christian Stöcker alias „Sponto“ von Spiegel Online.
Mit dem politischen Webdienstag fördert politik.de den politischen Diskurs auch in der virtuellen Welt und erprobt neue Formen der politischen Kommunikation. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://secondlife.politik.de.
Tags: attac, diskussion, g8, heiligendamm, politik, Politiker, spiegel online, webdienstag
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[...] besser sehen als lesen können. – Morgen dürfen dann alle, die aufs Prim passen, an einer virtuellen Diskussion in Second Life teilnehmen, moderiert wird von unser aller Lieblingsavatar
Second Life disassembled
Eingeweihte sprechen nur noch von SL. Gemeint ist Second Life, ein Medienthema, wie die vielbeschworene New Economy. Pseudoradikale Marktwirtschaft, virtueller Sex und echter Kaufrausch sind bestimmende Konstanten dieses kollektiven Selbstbetrugs. Denn an den Problemen der heutigen Zeit geht Second Life trotz aller Verweise auf die Realität vorbei, von einer Problemlösung ganz zu schweigen. Dabei hätte das Projekt das Potential, der Menschheit tatsächliche Fortschritte zu ermöglichen.
Es bleiben eigentlich nur drei Möglichkeiten. In Second Life siegen und untergehen, in First Life arbeiten, vermehren und abtreten – oder diesen Artikel lesen:
http://www.danielreitzig.de/?p=93
Die Alternative bestünde in einer ganz anderen Nutzung einer solchen Engine. Ein globaler Teilnehmerkreis könnte virtuell bestimmte utopische Gesellschaftsentwürfe modellieren. Aus den Ergebnissen dieses Feldversuchs online könnten interessante Schlüsse für eine Welt von morgen offline zu ziehen sein.